Was kann man Mitte August noch pflanzen? Diese Sorten lohnen sich

29. Juli 2026

Nahaufnahme einer purpurnen Sonnenhutblüte mit orange-braunem Kegel. Eine tolle Pflanze, die man jetzt noch pflanzen kann!

Inhaltsverzeichnis

Mitte August ist das Gartenjahr noch lange nicht vorbei. Wer sich fragt, was man jetzt noch pflanzen kann, findet im Gemüsebeet ebenso gute Möglichkeiten wie im Kräutergarten, auf dem Balkon und im Zierbeet. Entscheidend sind jetzt **kurze Entwicklungszeiten**, passende Sorten und eine gleichmäßige Wasserversorgung.

Diese Pflanzen lohnen sich im Spätsommer besonders

  • Direktsaat: Radieschen, Feldsalat, Spinat, Asia-Salate und Kräuter wachsen noch zuverlässig.
  • Als Jungpflanze: Endivie, Herbstsalat, Grünkohl, Kohlrabi und Mangold können ins Beet.
  • Für den Herbst: Feldsalat, Spinat und Radicchio liefern auch bei kühleren Temperaturen Ernte.
  • Für den Ziergarten: Stauden, zweijährige Blumen und einige herbstblühende Zwiebelpflanzen sind jetzt möglich.
  • Wichtig: Bei Hitze brauchen frisch gesetzte Pflanzen in den ersten zwei Wochen besonders viel Wasser.

Ein üppiger Garten mit Salat, Schnittlauchblüten und Zwiebeln. Hier sieht man, was man jetzt noch pflanzen kann, um frische Kräuter und Gemüse zu ernten.

Was kann man jetzt noch pflanzen?

Meine erste Wahl für Mitte August sind **schnell wachsende Herbstgemüse**. Sie brauchen keine lange warme Saison mehr und kommen mit kürzeren Tagen besser zurecht als Tomaten, Paprika oder Kürbis. Besonders praktisch ist, dass viele dieser Pflanzen direkt in frei gewordene Flächen zwischen abgeernteten Kartoffeln, Erbsen oder Frühkartoffeln gesät werden können.

Pflanze Jetzt sinnvoll als Erste Ernte ungefähr Worauf es ankommt
Radieschen Direktsaat Nach 4 bis 6 Wochen Feuchte Erde und sonniger bis halbschattiger Standort
Feldsalat Direktsaat oder Jungpflanze Im Herbst, teils im Winter Feines Saatbett und gleichmäßige Feuchtigkeit
Spinat Direktsaat Nach etwa 6 bis 8 Wochen Herbstsorte wählen und nicht zu dicht säen
Asia-Salat Direktsaat Nach 3 bis 6 Wochen Bei Hitze leicht beschatten
Endivie Jungpflanze Im Herbst Etwa 30 cm Pflanzabstand einhalten
Grünkohl Jungpflanze Ab Herbst bis Winter Kräftige Pflanzen setzen und gut angießen

Auch **Mangold, Radicchio, Schnittsalat, Petersilie, Dill und Koriander** sind noch interessante Kandidaten. Bei Mangold würde ich jetzt eher auf eine Ernte junger Blätter setzen als auf besonders große Pflanzen. Das schmeckt ohnehin zarter und lässt sich über mehrere Wochen schneiden.

Diese Gemüsearten wachsen jetzt noch schnell genug

Bei der Aussaat im Spätsommer zählt nicht nur die Pflanze, sondern auch die Sorte. Auf dem Saatgutbeutel sollten Begriffe wie **„Herbstsorte“, „späte Aussaat“ oder „winterhart“** stehen. Eine gewöhnliche Sommersorte kann zwar noch keimen, bildet bei sinkenden Temperaturen aber oft keine zufriedenstellende Ernte mehr.

Für die direkte Aussaat

  • Radieschen und Rettich: Sie entwickeln sich schnell, solange der Boden nicht austrocknet. Radieschen sind für kleine Beete und Balkonkästen besonders dankbar.
  • Feldsalat: Er eignet sich als Nachkultur und bleibt bei kühlem Wetter lange vital. Für die Überwinterung sollte die Aussaat möglichst nicht zu spät erfolgen.
  • Spinat: Herbstspinat kann im Herbst geerntet werden und bei mildem Wetter überwintern. Die jungen Blätter schmecken meist milder als große, spät geerntete Blätter.
  • Asia-Salate: Mizuna, Tatsoi und Senfkohl liefern schon nach wenigen Wochen würzige Blätter. Bei großer Hitze keimen sie besser unter einem leichten Vlies.
  • Kräuter: Petersilie, Kerbel, Dill und Koriander können noch nachgesät werden. Koriander und Dill schießen bei Spätsommerhitze allerdings schnell in Blüte.

Eine kleine Ausnahme sind **Erbsen und Buschbohnen**. Sehr frühe Sorten können regional noch funktionieren, doch Mitte August ist das Risiko deutlich höher als bei Radieschen oder Salat. In kühlen Lagen würde ich die Fläche lieber für Feldsalat oder Spinat nutzen.

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Als vorgezogene Jungpflanze

Im Gartencenter findet man jetzt häufig kräftige Pflanzen von **Endivie, Kopfsalat, Grünkohl, Kohlrabi, Fenchel und Mangold**. Diese Variante ist zwar teurer als Saatgut, spart aber mehrere Wochen Entwicklungszeit. Genau das macht im August oft den Unterschied zwischen einer sicheren Herbsternte und einem enttäuschenden Versuch.

Ich setze Jungpflanzen grundsätzlich am späten Nachmittag oder an einem bewölkten Tag. Danach drücke ich die Erde gut an, gieße langsam und decke den Boden mit einer dünnen Schicht Rasenschnitt oder reifem Kompost ab. So verdunstet weniger Wasser und die empfindlichen Wurzeln wachsen schneller an.

Was jetzt im Kräuter- und Balkongarten noch gelingt

Für Balkon und Terrasse sind **Pflücksalate, Radieschen, Feldsalat und Asia-Salate** besonders geeignet. Ein Balkonkasten mit mindestens 15 bis 20 Zentimetern Tiefe reicht für viele Sorten aus. Wichtig ist ein Abzugsloch, denn nasse Erde führt bei kühleren Nächten schnell zu Wurzelfäule.

Mehrjährige Kräuter wie **Schnittlauch, Zitronenmelisse, Oregano und Thymian** können als Topfware noch gepflanzt werden. Bei sehr heißem Wetter sollte der Topf zunächst ein paar Tage halbschattig stehen. Kräuter, die schon stark blühen oder völlig vertrocknet sind, würde ich nicht mehr kaufen, denn sie wachsen nur langsam wieder an.

Wer keinen Platz für Gemüse hat, kann jetzt mit **Gründüngung** freie Beete bedecken. Phacelia, Senf oder Ölrettich schützen den Boden vor Austrocknung und Erosion. Für Beete, auf denen später Kohl wachsen soll, ist Senf allerdings keine gute Wahl, weil er ebenfalls zu den Kreuzblütlern gehört und Krankheiten übertragen kann.

Welche Blumen und Stauden noch gepflanzt werden können

Im Ziergarten ist der Spätsommer eine gute Zeit für **getopfte Stauden**. Sonnenhut, Herbstanemone, Fetthenne, Katzenminze und Herbstastern können jetzt Farbe in Beete bringen. Containerpflanzen dürfen theoretisch fast jederzeit gesetzt werden, doch bei Augusthitze benötigen sie in den ersten zwei bis drei Wochen tägliche Kontrolle.

Auch **zweijährige Blumen** wie Stockrose, Fingerhut, Bartnelke und Vergissmeinnicht werden im Spätsommer häufig ausgepflanzt. Im ersten Jahr bilden sie vor allem Blätter und Wurzeln, bevor sie im nächsten Frühjahr oder Sommer blühen. Wer im Landhausgarten gezielt eine natürliche, üppige Wirkung möchte, findet hier meist mehr Charakter als mit kurzlebigen Sommerblumen.

Bei Blumenzwiebeln lohnt sich etwas Zurückhaltung. Herbstzeitlose und manche früh gesetzten Zwiebelpflanzen können bereits in die Erde, während Tulpen, Narzissen und Krokusse meist besser im **frühen Herbst** gesetzt werden. Die genaue Pflanzzeit hängt von Sorte, Boden und Wetter ab. Zu warme und nasse Erde kann Fäulnis begünstigen.

So wachsen die Pflanzen trotz Augusthitze gut an

Der größte Fehler beim späten Pflanzen ist nicht der Zeitpunkt, sondern ein ausgetrocknetes Beet. Vor der Aussaat lockere ich die obersten **10 bis 15 Zentimeter** Erde, entferne grobe Wurzeln und gieße die Fläche einmal gründlich. Erst wenn der Boden gleichmäßig feucht ist, kommen Samen oder Jungpflanzen hinein.

  1. Freie Fläche vorbereiten: Erntereste entfernen, Unkraut jäten und den Boden leicht lockern.
  2. Nährstoffbedarf prüfen: Eine dünne Schicht reifer Kompost reicht für Salate und Radieschen meist aus.
  3. Richtig säen: Saatrillen nicht zu tief anlegen und die Erde vorsichtig andrücken.
  4. Feuchtigkeit sichern: In den ersten Tagen täglich kontrollieren, bei Hitze morgens oder abends gießen.
  5. Jungpflanzen schützen: Bei starker Sonne ein Vlies oder lockeres Netz verwenden.
  6. Platz lassen: Zu dicht stehende Pflanzen bleiben feucht und werden anfälliger für Pilzkrankheiten.

Bei frisch gesäten Salaten ist ein **leichtes Vlies** oft hilfreicher als zusätzliches Düngen. Es hält die Feuchtigkeit, schützt vor Erdflöhen und bremst die Verdunstung. Sobald die Keimlinge auflaufen, sollte das Vlies an warmen Tagen gelüftet oder abgenommen werden.

Was jetzt kaum noch lohnt

Tomaten, Paprika, Auberginen, Kürbis und wärmeliebende Gurken sind als neue Pflanzen im August meist keine gute Investition. Selbst wenn sie noch wachsen, reicht die verbleibende Wärme in vielen Regionen nicht mehr für eine reiche Ernte. Bereits vorhandene Pflanzen sollten dagegen weiter gepflegt und vor kalten Nächten geschützt werden.

Auch langsam wachsende Möhren, Knollensellerie oder große Kohlköpfe sind als späte Aussaat riskant. Wer sie jetzt noch setzen möchte, sollte ausschließlich **frühe Sorten und kräftige Jungpflanzen** wählen. In Norddeutschland und höheren Lagen endet das Zeitfenster früher als in milden Weinbaugebieten.

Ob eine späte Pflanzung gelingt, entscheidet deshalb immer auch das Mikroklima. Eine geschützte Hauswand, ein Hochbeet oder ein Gewächshaus verlängert die Saison, während ein zugiger, schattiger Garten deutlich weniger Spielraum lässt.

Mit wenigen Handgriffen noch eine Herbsternte sichern

Für einen unkomplizierten Start würde ich drei kleine Flächen anlegen: eine mit Radieschen und Asia-Salat, eine mit Feldsalat und Spinat und eine dritte mit Endivie oder Grünkohl als Jungpflanze. Damit verteilt sich die Ernte und das Beet bleibt bis in den Herbst hinein lebendig.

Wer nur wenig Zeit hat, nimmt fertige Jungpflanzen und sät zusätzlich eine Reihe Feldsalat nach. Diese Kombination ist verlässlicher als ein später Versuch mit wärmeliebendem Gemüse und bringt auch auf Balkon oder Terrasse noch sichtbare Ergebnisse.

Der Garten ist Mitte August also keineswegs abgeschlossen. Mit passenden Herbstsorten, guter Bodenfeuchtigkeit und etwas Schutz vor der ersten Kälte kann jetzt noch vieles wachsen, das im Herbst frisch auf den Teller kommt.

Häufig gestellte Fragen

Radieschen sind nach etwa 4 bis 6 Wochen erntereif, Asia-Salate nach 3 bis 6 Wochen und Spinat nach ungefähr 6 bis 8 Wochen. Feldsalat eignet sich für die Herbsternte und kann bei milder Witterung teilweise sogar im Winter geerntet werden. Wichtig sind passende Herbstsorten und eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit.

Endivie, Herbstsalat, Grünkohl, Kohlrabi, Fenchel und Mangold können als kräftige Jungpflanzen ins Beet gesetzt werden. Sie sparen gegenüber der Aussaat mehrere Wochen Entwicklungszeit und erhöhen dadurch die Chance auf eine sichere Herbsternte. Am besten pflanzt man am späten Nachmittag oder an einem bewölkten Tag und gießt anschließend gründlich.

Pflücksalate, Radieschen, Feldsalat und Asia-Salate eignen sich gut für den Balkon. Ein Balkonkasten mit mindestens 15 bis 20 Zentimetern Tiefe und einem Abzugsloch reicht für viele Sorten aus. Mehrjährige Kräuter wie Schnittlauch, Zitronenmelisse, Oregano und Thymian können ebenfalls noch als Topfware gepflanzt werden.

Getopfte Stauden wie Sonnenhut, Herbstanemone, Fetthenne, Katzenminze und Herbstastern können jetzt gepflanzt werden. Auch zweijährige Blumen wie Stockrose, Fingerhut, Bartnelke und Vergissmeinnicht lassen sich im Spätsommer auspflanzen, blühen aber meist erst im folgenden Jahr. Herbstzeitlose und einige früh gesetzte Zwiebelpflanzen sind möglich, während Tulpen, Narzissen und Krokusse meist besser im frühen Herbst in die Erde kommen.

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Irina Kolb

Irina Kolb

Mein Name ist Irina Kolb und ich bringe 10 Jahre Erfahrung im Bereich Landhausleben mit. Schon seit meiner Kindheit fasziniert mich die Verbindung zwischen einem gemütlichen Zuhause und der Freude am Kochen und Feiern. Diese Leidenschaft teile ich gerne mit anderen, indem ich Tipps und Inspirationen für Deko, Küche und Feste gebe. In meinen Beiträgen konzentriere ich mich darauf, praktische Ratschläge zu bieten, die sowohl ansprechend als auch umsetzbar sind. Ich überprüfe sorgfältig meine Quellen und vergleiche Informationen, um sicherzustellen, dass ich aktuelle und nützliche Inhalte präsentiere. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich zu machen und Leserinnen und Lesern zu helfen, ihre eigenen Ideen für ein einladendes Landhausambiente zu verwirklichen.

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