Tomatenbutter selber machen - einfaches Rezept in 10 Minuten

13. Juni 2026

Cremige Tomatenbutter, garniert mit Basilikum und getrockneten Tomatenstücken. Perfekt für ein einfaches Tomatenbutter Rezept.

Inhaltsverzeichnis

Ein Stück warmes Bauernbrot, ein Grillabend oder ein einfacher Kartoffelsalat werden mit selbst gemachter Tomatenbutter sofort besonderer. Ich zeige dir ein unkompliziertes Tomatenbutter-Rezept mit getrockneten Tomaten, Knoblauch und Kräutern, erkläre die richtige Konsistenz und gebe dir Ideen für Brot, Gemüse, Pasta und Beilagen. Dazu kommen Varianten mit frischen Tomaten, Tipps zur Aufbewahrung und die häufigsten Fehler.

Die wichtigsten Zutaten und Handgriffe auf einen Blick

  • 10 Minuten Zubereitungszeit reichen für die aromatische Butter.
  • Weiche Butter verbindet sich am besten mit Tomatenmark und Gewürzen.
  • Getrocknete Tomaten sorgen für ein kräftigeres Aroma als frische Tomaten.
  • Die fertige Butter hält sich gut verschlossen im Kühlschrank etwa 3 bis 4 Tage.
  • Sie passt zu Brot, Grillgemüse, Kartoffeln, Pasta und Fleisch.

Glas mit Tomatenbutter, garniert mit Basilikum. Daneben Baguette, Knoblauch und frische Tomaten. Perfekt für ein Tomatenbutter Rezept.

Tomatenbutter in zehn Minuten selber machen

Für die klassische Variante verwende ich getrocknete Tomaten in Öl. Sie bringen deutlich mehr Geschmack mit als frische Tomaten und machen die Butter zugleich schön würzig. Das Tomatenmark verstärkt die Farbe und sorgt dafür, dass die Mischung nicht wässrig wird.

Zutaten für etwa 200 Gramm

  • 200 g weiche Butter
  • 50 g getrocknete Tomaten in Öl, gut abgetropft
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 EL fein gehacktes Basilikum oder Petersilie
  • 1/2 TL getrockneter Oregano
  • 1/2 TL Paprikapulver, edelsüß
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • optional 1 TL Zitronensaft oder ein paar Tropfen Balsamico

Zubereitung

  1. Die Butter etwa 30 bis 60 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen. Sie soll weich sein, aber nicht flüssig.
  2. Die abgetropften Tomaten sehr fein hacken. Bei besonders festen Tomaten hilft ein kleiner Mixer, allerdings sollte daraus kein glattes Püree werden.
  3. Butter, Tomaten, Tomatenmark, Knoblauch und Kräuter in eine Schüssel geben und gründlich verrühren.
  4. Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und nach Wunsch etwas Zitronensaft abschmecken.
  5. Die Mischung in ein Glas füllen oder zu einer Rolle formen, in Backpapier wickeln und für mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Ich lasse die Tomaten bewusst noch leicht stückig. So bleibt die Butter interessant und schmeckt auf einer knusprigen Brotscheibe nicht wie ein beliebiger Aufstrich. Wer eine besonders cremige Konsistenz bevorzugt, püriert die Tomaten mit dem Tomatenmark kurz vor dem Vermengen.

Welche Tomaten am besten geeignet sind

Die Wahl der Tomaten entscheidet stärker über das Ergebnis, als viele zunächst denken. Für eine aromatische Würzbutter sind ölige, getrocknete Tomaten meist die zuverlässigste Wahl, weil sie wenig Wasser enthalten und ihr Geschmack auch nach dem Kühlen deutlich bleibt.

Tomatenart Geschmack und Konsistenz Wofür ich sie empfehle
Getrocknete Tomaten in Öl Intensiv, würzig, leicht stückig Grillabende, Brot, Pasta
Tomatenmark Kräftig, glatt, konzentriert Als Ergänzung und für eine gleichmäßige Farbe
Frische Tomaten Fruchtig, milder, deutlich saftiger Sommerliche Brotaufstriche zum sofortigen Verzehr

Frische Tomaten funktionieren ebenfalls, aber ich würde nur feste, aromatische Früchte verwenden und die Kerne vorher entfernen. Sonst wird die Butter weich und kann sich nach kurzer Zeit trennen. Diese Variante schmeckt frisch und leicht, hält sich aber kürzer als die Version mit getrockneten Tomaten.

Frische Tomaten richtig vorbereiten

Für 200 g Butter reichen etwa 80 bis 100 g feste Tomaten. Ich würfle sie sehr klein, lasse sie in einem Sieb ungefähr zehn Minuten abtropfen und tupfe sie danach mit Küchenpapier trocken. Anschließend kommen sie mit 1 EL Tomatenmark, Butter, Salz, Pfeffer und Basilikum in die Schüssel.

Diese frische Version würde ich am selben Tag servieren. Im Kühlschrank bleibt sie zwar kurzzeitig genießbar, verliert aber schneller an Aroma und kann durch die zusätzliche Flüssigkeit ihre schöne Streichfähigkeit verlieren.

So bekommt die Würzbutter mehr Tiefe

Das Grundrezept ist absichtlich einfach gehalten. Trotzdem machen kleine Anpassungen einen großen Unterschied. Ich beginne lieber zurückhaltend mit Salz und Knoblauch, denn getrocknete Tomaten bringen oft schon viel Würze mit.

Für mediterrane Aromen

Mit Basilikum, Oregano und etwas Zitronenschale wird die Butter heller und frischer. Ein kleiner Spritzer Zitronensaft passt besonders gut, wenn die Tomaten sehr salzig oder ölig schmecken. Rosmarin verwende ich sparsam, weil er schnell alle anderen Aromen überdeckt.

Für eine pikante Variante

Eine Prise Chiliflocken oder ein Viertel fein gehackte rote Chilischote gibt der Butter angenehm Wärme. Für einen rauchigen Geschmack passt geräuchertes Paprikapulver besser als einfach mehr Chili. Das ist meine bevorzugte Kombination zu gegrillten Maiskolben und Kartoffeln.

Lesen Sie auch: Salatdressings selber machen - 4 Grundrezepte und Tipps

Für eine mildere Version

Wer Knoblauch nicht mag, lässt ihn einfach weg und gibt stattdessen etwas fein geschnittene Frühlingszwiebel dazu. Auch ein Esslöffel Frischkäse macht die Mischung milder und cremiger, allerdings wird sie dann eher zu einem frischen Aufstrich als zu einer klassischen Kräuterbutter.

Vegane Margarine funktioniert grundsätzlich ebenfalls. Ich achte dabei auf eine feste, gut streichfähige Sorte und würze etwas kräftiger, weil Butter einen eigenen runden Geschmack mitbringt, der in der pflanzlichen Variante fehlt.

Wozu Tomatenbutter besonders gut passt

Am schnellsten ist sie auf geröstetem Baguette serviert. Ich bestreiche das Brot erst nach dem Grillen, damit die Butter schmilzt, aber die Tomaten nicht verbrennen. So entsteht eine einfache Beilage, die auf einer rustikalen Tafel ebenso gut funktioniert wie beim sommerlichen Gartenfest.

  • Gegrilltes Brot: Baguette, Ciabatta oder Bauernbrot kurz rösten und noch warm bestreichen.
  • Kartoffeln: Die Butter auf Ofenkartoffeln, Pellkartoffeln oder Kartoffelspalten geben.
  • Gemüse: Besonders gut passen Zucchini, Mais, grüner Spargel, Paprika und gegrillte Aubergine.
  • Pasta: Ein bis zwei Esslöffel unter heiße Nudeln rühren und mit Parmesan oder gerösteten Pinienkernen ergänzen.
  • Salate: Kleine Stückchen in einen lauwarmen Kartoffel- oder Bohnensalat geben.
  • Fleisch und Fisch: Als Würzbutter zu Steak, Hähnchen oder gegrilltem Fisch servieren.

Für Salate gebe ich die Butter nicht direkt in ein kaltes Dressing. Besser funktioniert sie, wenn sie leicht schmilzt und mit etwas warmem Kartoffelwasser oder Gemüsefond verrührt wird. Dadurch verteilt sich das Aroma gleichmäßiger und der Salat wirkt nicht fettig.

Die häufigsten Fehler bei der Zubereitung

Der größte Fehler ist zu kalte Butter. Dann bleiben Tomaten und Gewürze ungleichmäßig verteilt, und man rührt lange, ohne eine cremige Masse zu bekommen. Kurz in der warmen Küche stehen lassen ist besser, als die Butter in der Mikrowelle zu schmelzen.

  • Zu viel Öl: Getrocknete Tomaten gründlich abtropfen lassen, sonst wird die Butter weich und ölig.
  • Zu grobe Stücke: Große Tomatenstücke erschweren das Streichen und verteilen sich schlecht auf Brot.
  • Zu viel Knoblauch: Das Aroma wird im Kühlschrank intensiver. Deshalb lieber mit einer kleinen Zehe starten.
  • Zu frühes Abschmecken: Nach dem Durchziehen schmeckt die Butter kräftiger. Vor dem Servieren noch einmal probieren.
  • Zu warme Lagerung: Die Butter nicht stundenlang in der Sonne oder neben dem Grill stehen lassen.

Zum Aufbewahren fülle ich die Tomatenbutter in ein sauberes, verschließbares Glas und stelle sie sofort in den Kühlschrank. Dort hält die Variante mit getrockneten Tomaten meist 3 bis 4 Tage. Zum Einfrieren eignen sich kleine Portionen oder eine dünne Rolle im Backpapier, die sich später scheibenweise verwenden lässt.

Bei frischen Tomaten, Frischkäse oder frischen Kräutern plane ich vorsichtiger und verbrauche die Butter möglichst innerhalb von 1 bis 2 Tagen. Auffälliger Geruch, Schimmel oder eine ungewöhnliche Verfärbung sind klare Gründe, sie nicht mehr zu verwenden.

Ein kleines Glas, das viele Beilagen aufwertet

Für mich liegt der Reiz dieser Würzbutter darin, dass sie mit wenigen Zutaten nach viel mehr Aufwand schmeckt. Die Kombination aus cremiger Butter, konzentrierter Tomate und Kräutern bringt selbst schlichte Kartoffeln oder Brot auf ein anderes Niveau.

Am zuverlässigsten gelingt die Mischung mit weicher Butter und getrockneten Tomaten. Wer es frischer mag, nimmt feste Sommertomaten und serviert die Butter am besten noch am selben Tag. So bleibt sie aromatisch, streichfähig und genau die unkomplizierte Beilage, die beim Landhausabend oder beim Grillen oft als Erste leer ist.

Häufig gestellte Fragen

Getrocknete Tomaten in Öl liefern das intensivste Aroma und enthalten wenig Wasser. Frische, feste Tomaten funktionieren ebenfalls, sollten aber entkernt, klein gewürfelt, etwa zehn Minuten abgetropft und anschließend trockengetupft werden.

Die Butter sollte 30 bis 60 Minuten vorher weich werden, aber nicht flüssig sein. Die Tomaten werden fein gehackt und gut abgetropft. Für eine besonders cremige Konsistenz kannst du sie mit dem Tomatenmark kurz pürieren und die fertige Butter mindestens 30 Minuten kühlen.

Die Variante mit getrockneten Tomaten hält sich gut verschlossen im Kühlschrank etwa 3 bis 4 Tage. Mit frischen Tomaten, Frischkäse oder frischen Kräutern solltest du sie innerhalb von 1 bis 2 Tagen verbrauchen. Zum Einfrieren eignen sich kleine Portionen oder eine dünne Rolle, von der du später Scheiben abschneiden kannst.

Sie schmeckt zu geröstetem Baguette, Ciabatta und Bauernbrot, außerdem zu Kartoffeln, Zucchini, Mais, Spargel, Paprika und Aubergine. Auch unter heiße Pasta, in lauwarmen Kartoffel- oder Bohnensalat sowie zu Steak, Hähnchen und gegrilltem Fisch passt sie gut. Für Salate lässt sie sich mit warmem Kartoffelwasser oder Gemüsefond verrühren.

Artikel bewerten

Bewertung: 0.00 Stimmenanzahl: 0

Tags:

getrocknete tomaten grillbeilagen kartoffeln tomatenbutter brotaufstriche

Beitrag teilen

Irina Kolb

Irina Kolb

Mein Name ist Irina Kolb und ich bringe 10 Jahre Erfahrung im Bereich Landhausleben mit. Schon seit meiner Kindheit fasziniert mich die Verbindung zwischen einem gemütlichen Zuhause und der Freude am Kochen und Feiern. Diese Leidenschaft teile ich gerne mit anderen, indem ich Tipps und Inspirationen für Deko, Küche und Feste gebe. In meinen Beiträgen konzentriere ich mich darauf, praktische Ratschläge zu bieten, die sowohl ansprechend als auch umsetzbar sind. Ich überprüfe sorgfältig meine Quellen und vergleiche Informationen, um sicherzustellen, dass ich aktuelle und nützliche Inhalte präsentiere. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich zu machen und Leserinnen und Lesern zu helfen, ihre eigenen Ideen für ein einladendes Landhausambiente zu verwirklichen.

Kommentar schreiben